Iwwerdenkt Post hir nei Tarifstruktur an Politik vum Zoumaache vu Filialen?

Réponse à la question N° 3028 (Question écrite) de Monsieur Marc Spautz, Député concernant Groupe POST Luxembourg, par Monsieur Etienne Schneider, Ministre de l’Economie: QP 3028

Monsieur le Président,

Par la présente, j’ai l’honneur de vous informer que, conformément à l’article 80 du Règlement de la Chambre des Députés, je souhaiterais poser une question parlementaire à Monsieur le Ministre de l’Economie au sujet du groupe POST Luxemburg.

Le groupe POST Luxemburg vient de présenter son bilan pour l’année 2016. L’entreprise a réalisé en 2016 un résultat brut avant impôts et amortissements de 156 millions d’euros, une hausse de 9% par rapport à l’année 2015.

Dans ce contexte, j’aimerais poser les questions suivantes à Monsieur le Ministre de l’Economie :

  • Vu le résultat exceptionnel susmentionné, Monsieur le Ministre n’estime-t-il pas que le groupe POST devrait reconsidérer sa stratégie de fermeture de bureaux de poste annoncée en décembre 2015 et qui était en majeure partie fondée sur des considérations économiques ?
  • Vu le résultat exceptionnel susmentionné, Monsieur le Ministre peut-il m’informer si le groupe POST envisage de revenir sur sa décision d’augmenter les frais bancaires et postaux et abolir la nouvelle politique tarifaire en vigueur ?

Je vous prie d’agréer, Monsieur le Président, l’expression de ma très haute considération.

Marc Spautz

Député

Wir halten Kurs

Marc Spautz_169Jahresende, das ist die Zeit für Rückblicke. Für die CSV war 2015 vor allem intern ein intensives Jahr. Der Prozess der Erneuerung und der inhaltlichen Neuaufstellung erforderte viel Einsatz und großes Engagement. Die Statutendiskussion, die verschiedenen Themenforen, die Arbeit am Grundsatzprogramm sowie die Parteiarbeit in Sektionen, Parteistrukturen und Unterorganisationen stellten eins unter Beweis: Die Partei lebt. Engagement ist für unsere Mitglieder eine Selbstverständlichkeit. Danke dafür!

Politisch gesehen war 2015 ein (weiteres) verlorenes Jahr, das mit einem Budget-Fiasko und einem Rücktritt endete. Der Haushaltsentwurf der Regierung und die längerfristige Finanzplanung von DP, LSAP und Grünen sind eine absolute Mogelpackung. Die Auswirkungen wichtiger Reformen werden nicht berücksichtigt, Sparmaßnahmen werden nicht chiffriert und um das Ganze zu schönen, müssen eine Anleihe und komplexe Rechentricks herhalten. Zukunftsorientierte und ehrliche Finanzpolitik sieht anders aus.

Was es heißt, das Vertrauen des Premiers zu genießen, zeigte sich diese Woche. Am Samstag stellte sich Regierungschef Bettel hinter Maggy Nagel, die dann am Mittwoch das Handtuch werfen musste. Die erste Wahl wollte daraufhin nicht in die Regierung. Dritter Akt waren dann erst die Nominierungen. So funktioniert Teamarbeit bei der DP. Uns wundert es nicht.

Zurück zu uns: Für die CSV war 2015 politisch ein Jahr klarer Alternativen. Solche legten die Partei in wichtigen Politikfeldern vor: Familienpolitik, Arbeitsmarkt und Beschäftigung, Landwirtschaft, Finanzpolitik, Schulpolitik um nur diese zu nennen. Wir beschränken uns nicht aufs Kritisieren. Einen Weg, den wir auch 2016 gehen werden. Neu aufgestellt! Inhaltlich gefestigt! Wir halten Kurs.

Marc Spautz
Parteipräsident

Die Partei lebt. Und wie!

Marc Spautz_169Herr Spautz, Sie haben als Parteipräsident vor knapp zwei Jahren den Erneuerungsprozess eingeleitet, der nun mit der Reform der Statuten eine erste wichtige Etappe konkreter Reformen nimmt. Was halten Sie von dem Prozess zurück?

Für mich ist die Dynamik wichtig, die dieser Erneuerungsprozess in der Partei ausgelöst hat. Mitglieder, Strukturen und Organisationen haben sich aktiv eingebracht. Es wurde kontrovers diskutiert, es wurden Meinungen ausgetauscht, es wurden Vorschläge ausgearbeitet. Sei es im Rahmen der Analysearbeit „Perspektiven“ von Marc Thewes und Marc Glesener oder danach in den verschiedenen Arbeitsgruppen. Die Partei hat unter Beweis gestellt, dass sie gut aufgestellt ist, um interne Reformen anzugehen und konstruktive Debatten zu führen. Die Partei lebt. Und wie! – Übrigens haben wir in der Zeit des Erneuerungsprozesses auch nach außen hin überzeugen können. Wir haben die Europawahlen gewonnen. Wir haben beim Referendum mit unserer Haltung gepunktet.

Der ganze Prozess ist allerdings noch nicht abgeschlossen?

Nein, aber wir nehmen jetzt bei unserem außerordentlichen Kongress eine wichtige Hürde. Im März 2016 steht dann das überarbeitete Grundsatzprogramm auf der Tagesordnung. Statuten und Grundsatzprogramm bilden ein Ganzes. Sie sind sozusagen die Grundlage der gesamten Erneuerung. Nach dem Kongress im März werden wir uns dann wieder verstärkt auf politische Themen konzentrieren. Wobei Erneuerungsansätze für uns als Partei auf der Tagesordnung bleiben. Wir müssen uns allerdings verstärkt mit dem politischen Gegner befassen.

War das bis dato nicht der Fall? Ist die CSV etwa noch nicht in der Opposition angekommen?

Das sagen die, die kein anderes Argument finden, um sich mit unseren Positionen und alternativen Vorschlägen zur Regierungspolitik auseinanderzusetzen. Es stimmt natürlich, dass ein tief gehender Erneuerungsprozess einer Partei eine ganze Menge an Kraft und Engagement abverlangt. Aber es war wichtig für uns, dieses Weg zu gehen. Ab 2016 müssen wir jedoch vor allem die wichtigen politischen Termine vorbereiten, die anstehen. Ich denke da an die Gemeindewahlen 2017, die Landeswahlen 2018 und die Europawahlen 2019. Wir sind, denke ich, gut aufgestellt für diese Termine. Das ist das Resultat des Prozesses, in dessen Entscheidungsphase wir uns eben jetzt befinden.

Hat der Prozess denn auch Erfolge auf der Mitgliederseite gebracht?

Ja, die Partei hat innerhalb der vergangenen zwei Jahre mehrere Hundert neue Mitglieder rekrutiert. Ich bin froh feststellen zu können, dass sich viele neue, ebenso wie zahlreiche langjährige Mitglieder stark engagiert haben. Zum Beispiel auch bei den Themenforen, die wir in den zurückliegenden Monaten organisiert haben. Dort wurden aktuelle politische Themen in ihrer vollen Bandbreite analysiert und diskutiert. Das ist für uns als Volkspartei wichtig. Wir brauchen das direkte Feedback und die Meinung unserer Mitglieder. Das macht uns als Volkspartei aus. Das unterscheidet uns von anderen.

Kommen wir zu den neuen Statuten. Was ist Ihrer Meinung nach der wichtigste Punkt beziehungsweise die Hauptneuerung?

Allgemein geht es ja darum, Weichen zu stellen, um als moderne Mitgliederpartei funktionieren zu können und politische Positionen auf einer breiten Basis diskutieren und definieren zu können. Dieses Ziel wollen wir mit konkreten Neuerungen erreichen. In diesem Zusammenhang nur zwei Beispiele: Ein neues Gremium aus Fraktion und Nationalvorstand wird eingeführt und soll künftig als Entscheidungsgremium im politischen Alltag rasch die Impulse geben, die wir brauchen. Die Zahl der nationalen Delegierten wird neu definiert, sprich erhöht. Mehr Nationaldelegierte heißt ganz einfach, dass mehr Mitglieder mitbestimmen können.

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Völlig losgelöst von der Basis

Jeremy Rifkin, der Starökonom aus den Vereinigten Staaten wird eine Analysearbeit erstellen, die Luxemburg wirtschaftlich revolutionieren soll. So stellt es jedenfalls der sozialistische Vizepremier Etienne Schneider dar, der den bekannten Mann aus den USA ins luxemburgische Boot holte.

Nun ist nichts gegen Studien einzuwenden, sogar dann nicht, wenn sie, wie im Fall Rifkin eine halbe Million Euro kosten. Aber Regierungen sind nicht zum Studieren da. Sie müssen handeln und brauchen einen Gesamtplan, ein Konzept. Und das ist der Punkt: Ein zusammenhängendes politisches Konzept ist auch zwei Jahre nach Amtsantritt nicht zu erkennen. Unzähligen Studien, Analysen und Ankündigungen stehen an konkreten Taten recht wenig gegenüber.

Nun wird also auch das ganze Wirtschaftsmodell strategisch auf den Prüfstein genommen. Interessant ist der Zeitpunkt. Gerade jetzt, wo Teile der Arbeiterpartei das Abgleiten in liberale, wirtschaftshörige Gefilde befürchten, startet Minister Schneider eine strategische Offensive im Bereich der Ökonomie. Das ist wohl auch eine Botschaft in die eigenen Reihen hinein. Bei der Vorstellung Rifkins sprach der Wirtschaftsminister viel über Kommunikation, Mobilität, Umwelt und Technologie. Von sozialem Ausgleich, Arbeitnehmerrechten oder Mitsprache war kaum etwas zu hören. Das gilt auch für klare Aussagen beispielsweise über die Förderung des Mittelstandes als Rückgrat der nationalen Wirtschaft.

Wie visionär Experte Rifkin auf Luxemburg bezogen sein wird, das steht noch in den Sternen. Kein Zweifel besteht allerdings daran, dass der Wirtschaftsminister und erster Sozialist in der Regierung stramm auf wirtschaftsliberalen Kurs ist und sich damit immer weiter von seiner linken Basis entfernt. Letztere rüstet auf und hat für die anstehende Steuerreform bereits eigene Vorschläge angekündigt. Da bahnt sich was an.

Marc Spautz
Parteipräsident

Die Alternative

Noch eine letzte Parlamentswoche, dann geht die nationale Politik in die Sommerpause. Da drängt sich natürlich ein Rückblick auf die zurückliegenden Monate auf. Es waren Monate, in denen die CSV konsequent auf konstruktiv-kritische Oppositionsarbeit setzte. Wir haben das getan, was wir angekündigt haben. Dabei sind wir, wie etwa im Dossier Griechenland, durchaus dazu bereit, die Regierung zu unterstützen. Wenn sie fürs Land das Richtige tut.

Konstruktiv bedeutet für uns, konkrete Vorschläge und Alternativen zur Regierungspolitik vorzulegen. Das haben wir, um nur diese Bereiche zu nennen, in der Familienpolitik und in Sachen Wohnungsbau gemacht. Das haben wir auch getan, als kürzlich der gesetzliche Rahmen für den Sozialdialog in den Betrieben auf einen falschen, weil parteiischen Weg gebracht wurde.

Ja, die CSV ist die Volkspartei der konkreten Alternativen und ein inhaltlicher und ideologischer Gegenpol zu Blau-Rot-Grün. Ein gutes Beispiel ist und bleibt die Familienpolitik. Hier unterscheidet sich unser Weg von dem der Dreierkoalition, die sich direkt dort einmischt, wo Familien für sich selbst entscheiden sollen, wie und ob sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollen. Eben diese staatliche Einmischung wollen wir nicht. Spalten statt auf das Gemeinsame setzen und den Zusammenhalt fördern, das war auch der Ansatz der Regierung beim Referendum. Mit dem bekannten Resultat! Auch hier hat sich die CSV klar positioniert und in der Kampagne mit Argumenten überzeugt. Wir haben dabei echte Vorschläge für mehr Integration und Kohäsion im Land gemacht.

Man soll politische Umfragen nicht überbewerten. Und doch: Solche Erhebungen sagen etwas aus über die Stimmung im Land. Das nehmen wir ohne Übermut zur Kenntnis. Als Partei sind die rezenten Resultate der Meinungsforscher vor allem eins: Ein Ansporn, weiter auf Alternativen und Inhalte zu setzen. Das werden wir tun!

Marc Spautz
CSV-Parteipräsident und Abgeordneter

Ja zum Sozialdialog, Nein zur Gesetzesvorlage

In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt muss der Sozialdialog innerhalb der Betriebe gestärkt werden.

Der nun von der Abgeordnetenkammer verabschiedeten Gesetzesvorlage können wir, trotz einiger guter Ansätze (verbesserter Schutz der Personalvertreter gegen Entlassungen, Einführung einer Mediationsstelle), nur wenig Positives abgewinnen.

Es sei zum einen zu erwähnen, dass die Abschaffung der „Comités mixtes d’entreprises” nie seitens der Sozialpartner gefordert wurde. Trotzdem werden sie jetzt abgeschafft und ihre sehr wichtigen Kompetenzen in das Präsidium der Personaldelegationen verlagert.

Auf unsere totale Ablehnung stößt zum anderen auch der Vorschlag der Regierung bei mittelgroßen Unternehmen Personalvertreter von Minderheitslisten außen vor zu lassen. Dies wäre in etwa vergleichbar mit einem Gemeinderat, in dem die Opposition überhaupt keinen politischen Urlaub erhielte. Eine solche Regelung ist nicht nur fundamental undemokratisch, sondern verstößt zudem gegen das Prinzip des gewerkschaftlichen Pluralismus.

Aus diesen und anderen Gründen kann die CSV diese Gesetzesvorlage nicht mittragen. Wir als CSV werden zudem das Gefühl nicht los, dass eben diese Bestimmung eine nachträgliches Geschenk dieser Regierung an den OGBL ist, nachdem dieser während des Wahlkampfes 2013 zum Boykott der CSV aufgerufen hatte.

Marc Spautz
Parteipräsident und Abgeordneter

Weg der offenen Fragen

Auf dem richtigen Weg sei die Regierung. Das war die Kernbotschaft der Bettel-Erklärung. Dabei ist von wenigen Ausnahmen abgesehen überhaupt nicht erkennbar, wo sich Blau-Rot-Grün politisch hinbewegen möchte.

Der Regierungschef umschiffte sämtliche inhaltlich schwierige Fragen und wirkte über weite Strecken wie ein fahrender Händler, der nichts anderes tut, als seine Ware anzupreisen. Doch was ist die Ware? Was sind die genauen Pläne? Und welche Zahlen liegen den vage angedeuteten Reformen zu Grunde? Wir haben wenig erfahren!

Dabei sind besonders im sozialpolitischen Bereich klare politische Ansagen überfällig. Vor allem weil es hier um viele Menschen geht, die riskieren immer stärker ausgegrenzt zu werden. Was will die Regierung etwa beim RMG tun? Oder welche konkreten Maßnahmen sind vorgesehen, um das Abrutschen von Alleinerziehenden in die relative Armut zu verhindern? Der Premier sagte nichts. Wie übrigens auch zum Thema Arbeitszeitorganisation oder den drohenden Engpässen bei der Pflegeversicherung.

Viel Zeit widmete der Regierungschef dem Thema Referendum. Es war eine Art vorgezogener Startschuss für die eigentliche Kampagne, die am Montag anläuft. Damit ist eins klar, die Koalition kann es nicht erwarten, über ihre Fragen zu kommunizieren. Meinungsumfragen belegen, dass die Bürger auch eine Meinung haben und diese zum Ausdruck bringen wollen. Am 7. Juni. Bis dahin nutzt die CSV die Zeit, Fragen der Bürger zu beantworten.

Deren stellen sich nach der Lage der Nation immer mehr.

Marc Spautz
CSV-Präsident

Weiterführende Artikel:

Neue Perspektiven – Ein Nachtrag zum Nationalkongress

Neue Perspektiven für die Partei, für Luxemburg, für Europa. Das ist zurückzubehalten vom Nationalkongress vor einer Woche in Grevenmacher. Im Prozess der internen Erneuerung wurde mit der Diskussion und Verabschiedung einer Resolution eine wichtige Etappe abgeschlossen. Auf der Grundlage des Thewes/Glesener-Papiers und der entsprechenden Wortmeldungen der Basis sollen nun unter anderem Statuten reformiert und Grundsätze neu ausformuliert werden. Der gesamte Erneuerungsprozess und der Kongress 2015 haben eins untermauert: Die Partei diskutiert, ist offen für Debatte und gewillt neue Wege etwa in der Kommunikation und bei Fragen der Integration zu gehen. Nicht zu vergessen die Förderung des politischen Nachwuchses.

Konkrete Perspektiven fürs Land wurden in den politischen Kongressreden aufgezeichnet. Die CSV stellte klar, dass sie konstruktiv-kritische Opposition machen und mit Alternativen punkten will. Der Weg zurück in die Regierung soll über die inhaltliche Schiene führen. Zukunftsperspektiven für Europa waren die zentralen Themen der Interventionen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und dem Präsidenten der EVP, Joseph Daul. Sie ließen keinen Zweifel daran, dass es Volksparteien und ihre Vertreter sind, die Europa wichtige Impulse geben.

Marc Spautz
Parteipräsident

 


D’Resolutioun vum Kongress kënnt Dir hei liesen:

De ganze Profil vun dëser Woch fannt Dir hei:

Drei Fragen an Parteipräsident Marc Spautz über Integration und die Referendumsfrage zum Ausländerwahlrecht

Die CSV beantwortet die Referendumsfrage zum Ausländerwahlrecht mit einem Nein. Das kann als Haltung gegen Integration ausgelegt werden. Oder?

Das Gegenteil ist der Fall. Die CSV bekennt sich zu einer offensiven und voluntaristischen Integrationspolitik und unterstreicht Multikulturalität als einen der wesentlichen Aspekte einer offenen Gesellschaft. Zu dieser Gesellschaft steht die CSV. Das ist für uns nicht neu. Die CSV ist und bleibt eine Integrationspartei. Die CSV will mehr Partizipation und mehr Integration wagen. Nur so kann die Kohäsion verstärkt werden. Die Gesellschaft braucht diese Kohäsion. An der Politik ist es, die entsprechenden Weichen zu stellen. Diese Marschrichtung in der Referendumsfrage zum Ausländerwahlrecht hat der Nationalrat der Partei bei seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit vorgegeben.

Die Sprache war für Ihre Partei stets ein wichtiges Element, wenn es um Integration geht…

Ja, das stimmt. Die luxemburgische Sprache ist ein wichtiger Integrationsfaktor unter anderen. Integration heißt vor allem auch Austausch. Sprache ist vor diesem Hintergrund eines der wichtigsten aller verbindenden Elemente. Sprache darf aber auf keinen Fall ausschließen.

Mitbestimmung will die CSV über eine Öffnung der Staatsbürgerschaft erreichen. Warum ist das Ihrer Meinung nach der richtige Weg?

Die von uns vorgeschlagene Öffnung beim Nationalitätengesetz soll es allen ausländischen Mitbürgern, die politisch mitentscheiden wollen, erlauben, dies auch konkret und möglichst schnell und unproblematisch zu tun. Eben über den Weg der Staatsbürgerschaft. Das ist ein pragmatischerund realistischer Ansatz, der auch rasch umgesetzt werden kann. Das ist auch ein starkes Ja zu mehr gelebter und konkreter Integration.

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Auf die Finger geklopft

Die Dreiergesprächsrunde von Regierung und Sozialpartnern von vergangenem Dienstag ist zu begrüßen, weil es wich­tig ist, dass die Sozialpartner miteinander und nicht anein­ander vorbei reden.

Die Sozialpartnerschaft ist und bleibt ein zentrales Ele­ment für unser Wirtschafts-und Sozialmodell. Eine funkti­onierende Sozialpartnerschaft und ein zielorientierter Sozi­aldialog sind entscheidend sowohl für Arbeitgeber, die in einem stabilen Umfeld planen können, als auch für Arbeit­nehmer, die auf einen ver­lässlichen sozialen Rahmen und faire Arbeitsbedingungen zählen können. Blau-Rot-Grün hat das end­lich eingesehen!

Fazit: Die Regierung hat­te die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben mit Erfolg darauf gepocht, dass sie sich nicht so ohne Weiteres ins Abseits drän­gen lassen. Zu Recht: Er­fahrung und Expertise der Sozialpartner in sozialen und wirtschaftlichen Fragen sind schlicht und einfach unverzichtbar. Weshalb ist die Regierung nicht von vor­neherein zu dieser Einsicht gelangt? Weshalb kam es zu getrennten Abkommen? Ge­trennte Abkommen, die jetzt übereinander gelegt werden und wo mühsam versucht wird – und mit ungewissem Ausgang – sie in Überein­stimmung zu bringen.

Sozialdialog, das sind drei Partner an einem Tisch. Die­ses Modell ist nicht einfach und auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Doch es ist die Anstrengung wert.

Blau-Rot-Grün haben ver­sucht an dieser Anstren­gung vorbeizukommen. Doch sie sind mit ihrem Versuch kläglich geschei­tert, weil selbstbewusste Sozialpartner ihnen recht­zeitig auf die Finger ge­klopft haben. Rückblickend drängt sich der Verdacht auf, dass Liberale, Sozialis­ten und Grüne zumindest in Teilen ein sehr grundsätzli­ches Problem mit dem Kon­sensmodell der luxembur­gischen Sozialpartnerschaft haben. Wollen sie dieses Konsensmodell abbauen? Wobei doch gerade das Ge­genteil der Fall sein muss.

Wir stehen als nationale Schicksalsgemeinschaft vor gewaltigen neuen Heraus­forderungen, die wir nur gemeinsam und somit ge­rade im Konsens lösen kön­nen. Konfrontationskultur ist ein völliger Irrweg.

Marc Spautz
Parteipräsident und Abgeordneter

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